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YOGA IST  NICHTS FÜR MÄNNER!

Genau! Ein richtiger Mann spielt Fussball oder geht ins Fitness Studio, aber sicher nicht ins Yoga! Tatsächlich sieht man in unseren Breitengraden tendenziell mehr Frauen in Yogakursen als Männer. Das ist aber nicht überall so. In den USA ist der Anteil bei 50% und in Indien, wo Yoga traditionell ausschliesslich von Männern praktiziert und auch nur an Männer weitergegeben wurde, ist Yoga nach wie vor eine Männerdomäne.

YOGA IST LANGWEILIG UND NICHT ANSTRENGEND GENUG!

Yoga ist erwiesenermassen ein perfektes Workout, das durch seine vielen Drehungen, Balancehaltungen und dreidimensionalen Übungen allen aktuellen Anforderungen der Sportwissenschaft entspricht, und von dem Männer wie Frauen auf gleiche Weise profitieren. Yoga trainiert nicht nur sämtliche Muskelpartien gleichmässig, sondern stärkt auch das Herzkreislaufsystem, das vegetative Nervensystem, den Hormonhaushalt und die Konzentrationsfähigkeit. Und das sind nur die positiven Nebeneffekte. Denn Yoga kann noch viel mehr: Mit der Yogapraxis entwickelst Du positive Eigenschaften wie Zielstrebigkeit und Disziplin, Konzentrationsfähigkeit und Achtsamkeit. Du triffst plötzlich Entscheidungen, vor denen du mal Angst hattest, gehst neue Wege und wirst selbstbewusster und mutiger. Und den klaren Kopf gibt es gratis dazu!

ICH BIN VIEL ZU UNBEWEGLICH FÜR YOGA!

Glück gehabt! Natürlich ist es schön anzuschauen, wenn jemand agil und graziös wie eine Feder vom Handstand in den Spagat schwebt. Natürlich wollen wir alle bis ins hohe Alter geschmeidig bleiben. Im Yoga geht es jedoch nicht darum, wie sehr Du dich verbiegen kannst – es geht um Achtsamkeit, auch und gerade im Umgang mit Deinem Körper. Beweglichkeit ist keine Charaktereigenschaft, sondern eine Frage der individuellen Anatomie und Yoga tut nur gut, solange im Rahmen dessen praktiziert wird, was der Körper schmerzfrei durchführen kann. Gelenkige Yogis sind keine besseren Yogis. Sie haben es sogar oftmals schwerer als die unbeweglicheren, auch wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussieht. Denn Hyperflexiblen fehlt es nicht selten an der erforderlichen Kraft, um gewisse Asanas kontrolliert auszuführen. Wer eine verkürzte Muskulatur hat oder ungelenkig ist, verfügt dafür eher über Stabilität und Ausdauer und kommt zudem früher in den Genuss der Erfahrung sich auflösender Widerstände. Vielleicht probierst Du es mal mit Yin Yoga. Bei diesem Stil steht die sanfte Dehnung des Bindegewebes im Vordergrund, was sich nachhaltig positiv auf die Beweglichkeit auswirkt.

YOGA IST MAINSTREAM FÜR ÖKOS UND GUTMENSCHEN!

Yoga ist für Birkenstockträger, Akademiker, Hausfrauen, Hipster, Hippies, Landeier, Schulabbrecher, Karrieretypen, Rentner, Polizisten, Lehrer, Nerds, Nachteulen, Angestellte, Geschäftsführer, Mamis, Papis, Verkäufer, Bürohelden, Alltagsbewältiger, Kletterer, Marathonläufer. Eine schöne bunte Mischung aus Menschen. Und ja: Yoga ist tatsächlich gerade in aller Munde und sehr gefragt. Doch was ist falsch daran, solange Du Dich nach Deiner Yogapraxis besser fühlst? Gerade nach stressgeplagten Bürotagen kann es nicht schaden, das Körperbewusstsein zu sensibilisieren und dabei noch zu entspannen. Die Yogaphilosophie ist immerhin mehrere Jahrtausende alt. Das muss Crossfit erst mal nachmachen.

YOGA IST MIR ZU ESOTERISCH!

Yoga ist gesellschaftsfähig geworden und selbst im Fitnessstudio werden mittlerweile die spirituellen Seiten des Yoga betont, es werden Mantras gesungen und es riecht nach Räucherstäbchen. Auch wenn der aktuelle Trend Yoga als Breitensport vermarktet, ist der Kern des Yoga eine dem Hinduismus entspringende, spirituell und philosophisch begründete, auf einem ganzheitlichen Ansatz beruhende Lehre. Dies unterscheidet Yoga von Gymnastik. Glücklicherweise gibt es heutzutage jedoch eine vielfältige Bandbreite an unterschiedlichen Studios, Lehrern und Yogastilen, sodass jede und jeder individuell für sich entscheiden kann, ob mit der Yogapraxis der Körper trainiert oder die Erleuchtung angestrebt werden soll.